Rezension

[Rezension] Christine Corbeau – Wer braucht schon eine Null

Christine Corbeau
Wer braucht schon eine Null

Verlag: –        I    Seiten: 250
Erscheinungstermin: 08. Mai 2020
Ebook: 1,99 €
 

Die Studentin Martha steckt eigentlich mitten in ihrer Masterarbeit, als ihr Freund Simon ihr mitteilt, dass er seinen Auslandsaufenthalt um ein halbes Jahr verlängern wird. Kurze Zeit später erhält sie Grund zur Annahme, dass die eigentliche Ursache für die Verlängerung lange silberblonde Haare und ein umwerfendes Lächeln hat.
Da kommt ihr die überraschende Einladung ihrer Freundin Agata gerade recht. Also taucht sie ein in das pulsierende Leben Andalusiens, ohne zu ahnen, dass sie dort mehr als nur einen Sonnenbrand finden wird.

1. Wer will schon eine Null
2. Wer braucht schon eine Null
Beide können als Einzelband gelesen werden. Wenn man jedoch beide lesen möchte, sollte man sich gern an die Reihenfolge halten, weil sie zeitlich nacheinander spielen.

Das Cover vermittelt direkt einen Eindruck, welchen man durchaus mit Sommerurlaub in Verbindung bringen kann. Mir persönlich gefallen diese bunten Farben und es passt perfekt zum Inhalt. Es wirkt stimmig und ansprechend.

Dies war mein erstes Buch von Christine Corbeau. Ihr Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Gleichzeitig ist er so bildgewaltig, dass sich immer wieder automatisch Bilder in meinem Kopf abgespielt haben. Christine Corbeau hat es bei diesem Buch auf jeden Fall geschafft, das Urlaubsfeeling zu transportieren. Ich hatte ein sommerlich entspanntes Gefühl, welches besonders in der jetzigen Zeit sehr schön war.

Wir haben hier zwei Hauptcharaktere – Martha und Simon. Den Großteil des Buches begleitet man Martha, aber es gibt auch ein paar kurze Abschnitte, in denen man bei Simon ist. Dieser Wechsel war sehr angenehm und perfekt gelungen, denn so wusste man auch um die Missverständnisse, die zwischen beiden aufkommen. Auch wenn beide den Großteil des Buches nicht viel miteinander zu tun haben, hat man die Verbindung der beiden auf jeden Fall gespürt.
Es gibt noch ein paar Nebencharaktere, die mir durchaus auch ganz gut gefallen haben. Sie waren authentisch und haben in meinen Augen auch immer nachvollziehbar gehandelt.
Das einzige was mich persönlich gestört hat ist, dass der Spanier Jandro sehr viel spanisch gesprochen hat und ich quasi kein einziges Wort verstanden habe. Meist konnte man es durch die danach folgenden Sätze erahnen und es mag auch durchaus authentisch sein, weil Martha ja in Spanien ist und es weitesgehend versteht, aber ich war davon zwischendurch auf jeden Fall auch mal kurz genervt. Ist aber reine Geschmackssache.

Die Handlung hat mir richtig gut gefallen. Der Klappentext ist perfekt gewählt und ich hab ja auch schon ein bisschen was verraten. Der Spannungsbogen ist nicht sehr hoch gehalten, bedarf es aber in meinen Augen nicht. Der Fokus liegt hier ganz klar auf dem Urlaubsfeeling und den Beziehungen zwischen den verschiedenen Charakteren. In einigen Szenen musste ich durchaus lachen und von einer habe ich sogar meinem Mann erzählt. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und es wird sicherlich nicht das letzte Buch von Christine Corbeau sein, zu dem ich greife.

An der romantischen Komödie “Wer braucht schon eine Null” von Christine Corbeau hat mir in der heutigen Zeit ganz besonders das Urlaubsfleeling gefallen. Der Humor war ganz nach meinem Geschmack, der Schreibstil und die Charaktere sind aber auch sehr gelungen.

5/5 Punkte
(Perfekt!)
Vielen Dank an Christine Corbeau zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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