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[Rezension] Martin Schäuble – Sein Reich

Martin Schäuble
Sein Reich

Verlag: FISCHER KJB     I        Seiten: 240
Erscheinungstermin: 04. März 2020
Gebundene Ausgabe: 14,00 €
Ebook: 12,99 €

Sommerferien, und alle verreisen – nur Juri nicht. Kurzerhand beschließt er, aufs Dorf zu seinem Vater zu fahren, zu dem er bisher kaum Kontakt hatte. Der vertritt zwar einige sonderbare Verschwörungstheorien, aber er führt mit seinen Freunden auch ein faszinierendes Leben: Es wird gejagt, geangelt und sie haben ein geheimes Projekt im Wald. Und dann ist da noch Jule, die Juri eines Abends am See kennenlernt …
Aber sind sein Vater und dessen Kameraden wirklich nur harmlose Spinner? Als Juri sich endlich diese Frage stellt, ist es schon fast zu spät.



Das Cover hat mir auf Anhieb richtig gut gefallen. Es ist ansprechend und passt – auch mit seinen Farben – perfekt zum Inhalt des Buches.

Der Schreibstil von Martin Schäuble war für mich im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, da ich ihn doch eher als kalt und distanziert empfunden habe. Dies hat aber nur wenige Seiten angehalten, dann hatte ich mich gut eingefunden und war in meinem gewohnten Lesefluss. Martin Schäuble schreibt sehr bildgewaltig, so dass ich immer wieder automatisch das Geschehen wie ein Film in meinem Kopf abgespielt hat.

Der Protagonist ist der 15-jährige Juri. Ich empfand ihn als etwas unbedarft und zurückhaltend. Er tat mir Leid, weil er bei seiner Mutter wohnt und dessen Freund ein Trinker ist. Zu seinem Vater hat er seit zehn Jahren keinen Kontakt mehr, kennt ihn quasi überhaupt nicht. In meinen Augen ist er nicht der typische 15-jährige Junge. Vom Charakter her hätte ich ihn eher auf noch jünger eingeschätzt. Dennoch war er mir zu keinem Zeitpunkt unsympathisch.
Die Charaktere – besonders auch die Reichsbürger und deren Familien – sind Martin Schäuble in meinen Augen perfekt gelungen. Da ich selbst schon einmal beruflich mit einem zu tun hatte, war ich auf diesen Punkt sehr neugierig. Natürlich hat sich Martin Schäuble hin und wieder auch den typischen Klischees bedient, aber ich empfinde dies überhaupt nicht als störend.

Die Handlung hat mir von Anfang bis Ende auch gut gefallen. Es war teilweise sehr spannend und durch den Prolog war man schon richtig angefixt. Ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollen und wollte immer wissen, wie es weitergeht. Für mich wird es auf jeden Fall nicht das letzte Buch von Martin Schäuble gewesen sein und ich kann mir gut vorstellen, dass es auch perfekt als Schullektüre geeignet wäre.

“Sein Reich” von Martin Schäuble hat mir von Anfang bis Ende sehr gut gefallen. Es war spannend und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Auch wenn der Autor sich einigen Klischees bedient hat, ist ihm die Thematik mit den Reichsbürgern in meinen Augen perfekt gelungen.



5/5 Punkte
(Perfekt!)

Vielen Dank an die Fischer Verlage / KJB zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

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