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[Rezension] M.C. Poets – Traum. Wald.Tod.



M.C. Poets
Traum. Wald. Tod.
Verlag: BoD    I     Seiten: 224
Erscheinungstermin: 14. März 2016
E-Book: 4,99 €
Taschenbuch: 9,99 €

In der endlosen Weite Norwegens lebt der Eigenbrötler Morten. Seit er denken kann, träumt er davon, eine Frau zu fesseln und echte, tiefe Angst in ihrem Blick zu sehen. Als er eines Abends heimlich ein Touristenpaar auf einer Kanutour beobachtet, erwacht sein alter Traum zu neuem Leben. Am nächsten Morgen liegt der Mann tot am Fuße eines Felsens, und die Frau muss auf sich allein gestellt ihren Weg durch die unwirtliche Natur finden. Morten sieht seine Chance gekommen und bietet der Frau seine Hilfe an.
Zusammen machen sie sich auf den Weg, und Morten glaubt, ein leichtes Spiel mit seinem ahnungslosen Opfer zu haben. Doch Sina van Megen, eine gefragte Künstlerin, ist nicht die verweichlichte Städterin, für die er sie hält. Genau wie er selbst verbirgt sie ihre wahren Absichten, was er jedoch erst durchschaut, als es fast zu spät ist.


Bei dem Cover war ich zuerst etwas skeptisch. Es gefiel mir auf den ersten Blick nicht so richtig, aber im Nachhinein muss ich sagen, dass es natürlich perfekt zum Inhalt passt. Je öfter ich es mir anschaue, umso besser finde ich es.

Der Schreibstil von M. C. Poets war von der ersten Seite an angenehm zu lesen und leicht verständlich. Ich war schnell in meinem gewohnten Lesefluss und gleichzeitig war es so bildgewaltig, dass ich immer wieder ganze Szenen bildlich vor meinem geistigen Auge hatte.

Mir hat sehr gut gefallen, dass man hier abwechselnd den Eigenbrötler Morten und die Künstlerin Sina begleitet. So weiß man zu jeder Zeit, was bei dem jeweiligen Protagonisten passiert. Besonders die Abschnitte aus der Sicht des Täters mit seinen Absichten hat mir sehr gut gefallen.
M. C. Poets hat beiden Charakteren trotz der geringen Seitenzahl eine interessante Lebensgeschichte gestrickt, die ihnen auch sehr viel Tiefe geben. Man erfährt, warum sie so handeln und was in ihnen vorgeht. Auch wenn ich nicht in allen Momenten die Handlung der Charaktere authentisch und nachvollziehbar fand, haben sie mir dennoch gut gefallen. Daher kann ich über die “Kleinigkeiten” auch bewusst hinweg gucken.

Die Handlung hat mir auch sehr gut gefallen. Sie war doch irgendwie mal etwas komplett anderes, wie bei einem üblichen Thriller. Dies lag eben auch daran, dass man viele Abschnitte aus der Sicht des Täters hat. Auch das Setting fand ich sehr positiv, denn die Geschichte spielt sich an einem abgeschiedenen See in Norwegen ab.
Viele verschiedene Emotionen hat dieses Buch nicht in mir geweckt, aber der Spannungsbogen war wirklich sehr gut. Zwischendurch war diese bedrohliche Stimmung auch auf mich übergeschwappt und ich war so gebannt, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Zwischendurch hat M. C. Poets ab einem gewissen Punkt immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit eingebaut, die mich dann leider zunehmend aus diesem Bann gerissen hat. Zeitweise waren es mir dann doch auch mal zu viele.
Von mir gibt es dennoch auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung.

Auch wenn “Traum. Wald. Tod.” von M. C. Poets vielleicht nicht ganz perfekt ist, hat mir dieses Buch dennoch sehr gut gefallen. Ich mochte den angenehmen Schreibstil, die Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven und die Handlung mit dem immer wieder ansteigenden Spannungsbogen.

4/5 Punkte
(Sehr gut!)
Vielen Dank an M. C. Poets zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares. Es wurden keinerlei Vorgaben gemacht und meine Rezension spiegelt meine eigene Meinung wider.

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