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[Rezension] Tahereh Mafi – Wie du mich siehst

Tahereh Mafi  
Wie du mich siehst


Übersetzer: Katarina Ganslandt
Verlag: Fischer     I    Seiten: 352
Erscheinungstermin: 27. November 2019
Gebundene Ausgabe: 16,00 €
E-Book: 14,99 €


Zum Weinen, zum Verlieben, zum Wütendwerden
Bestsellerautorin Tahereh Mafi erzählt einen bewegenden, kraftvollen, autobiographisch geprägten Roman, der Vorurteile enthüllt und uns daran teilhaben lässt, wie Liebe alles Trennende überwindet.
Eine Kleinstadt in den USA: Shirins Alltag ist zum Albtraum geworden. Sie hat genug von den unverschämten Blicken, den erniedrigenden Kommentaren und den physischen Attacken, die sie ertragen muss, weil sie Muslima ist. Sie flüchtet sich ins Musikhören und in das Breakdance-Training mit ihrem Bruder und dessen Freunden. Shirin hat beschlossen, niemandem mehr zu trauen. Bis sie an ihrer neuen High School den Jungen Ocean trifft. Er ist der erste Mensch seit langem, der Shirin wirklich kennenlernen möchte. Erschrocken weist Shirin ihn harsch zurück. Ocean ist für sie aus einer Welt, aus der ihr bisher nur Hass und Ablehnung entgegenschlugen. Aber dann kommt alles anders …


Auf mich wirkt das Cover auf den ersten Blick außergewöhnlich und sehr ansprechend. Mir gefällt, dass es mal etwas ganz anderes ist. Auch diese Unterteilung in Schwarz und Weiß passt perfekt zur Thematik.

Der Schreibstil von Tahereh Mafi war von der ersten Seite an sehr angenehm zu lesen. Er ist perfekt für ein Jugendbuch, flüssig und gut zu lesen. Von Beginn an war ich in der Geschichte versunken.

Als Protagonistin haben wir hier das 16-jährige Mädchen Shirin. Der 11. September 2001 hat ihr Leben komplett verändert, denn seitdem ist sie aufgrund ihres Äußeren immer wieder Anfeindungen ausgesetzt. Sie hat sich einen harten Panzer zugelegt, ist in sich gekehrt und versucht nicht weiter aufzufallen – ganz nach dem Motto “Sehe ich euch nicht, seht ihr mich nicht”. Shirin wirkt dadurch auf Außenstehende oft wütend, gefährlich und ablehnend. Dabei sehnt sie sich innerlich doch auch nur nach Akzeptanz, ganz ohne in eine Schublade gesteckt zu werden. Auch wenn ich Shirin’s Art von Beginn an nicht unbedingt leiden mochte, ist sie mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen.
Die Charaktere sind der Autorin in meinen Augen perfekt gelungen. Sie haben alle eine interessante Entwicklung durchlebt und waren authentisch.

Tahereh Mafi hat hier eine ganz emotionsgeladene Stimmung geschaffen, die gleichzeitig bedrückend aber auch anziehend war. Die ganze Thematik rund um Vorurteile, Schubladendenken und der Umgang mit seinen Mitmenschen hat mir sehr gut gefallen und regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. Deshalb ist dieses Buch auf jeden Fall auch zu einem meiner Herzensbücher geworden. Ich finde die Szenen in der heutigen Zeit auf jeden Fall sehr realistisch, auch wenn manches erschreckend war. Alle Emotionen hat Tahereh Mafi perfekt zum Leser transportiert und ich war von der ersten bis zur letzten Seite so gefangen, dass ich immer weiterlesen wollte. In meinen Augen ist es ein großartiges Meisterwerk und sollte von so vielen Menschen wie möglich gelesen werden – egal ob jung oder alt.

“Wie du mich siehst” von Tahereh Mafi ist in meinen Augen ein großartiges, perfektes Meisterwerk, welches aufgrund seiner Thematik und deren Umsetzung von so vielen Menschen wie möglich – egal ob jung oder alt – gelesen werden sollte.


5/5 Punkte
(Perfekt!)

Vielen Dank an den Fischer Verlag zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

1 Comment

  1. Dana

    15. Dezember 2019 at 21:37

    Hallo liebe Charleen,

    ich habe das Buch ein paar Mal flüchtig gesehen, ohne es mir näher anzuschauen, aber es klingt tatsächlich nach einer sehr berührenden und auch wichtigen Geschichte, die ich mir doch vielleicht mal näher ansehen sollte. ^^

    Liebe Grüße
    Dana

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